Fazioli Pianoforti stellt seit 1981, als das Unternehmen vom Ingenieur und Pianisten Paolo Fazioli gegründet wird, Flügel und Konzertflügel her.
Fazioli Pianoforti stellt seit 1981, als das Unternehmen vom Ingenieur und Pianisten Paolo Fazioli gegründet wird, Flügel und Konzertflügel her.
Die Aufnahme zeigt das Fleimstal, eine Gebirgsgegend in den östlichen Alpen Italiens. Aus den hier heimischen Rotfichtenwäldern bezog bereits der berühmte Geigenbauer Antonio Stradivari (18. Jh.) das Holz für seine Geigen.
Die erste Phase des Flügelbaus besteht in der Anfertigung des Gehäuses, das aus einer Innen- und einer Außenzarge besteht.
Für die Herstellung der schmäleren Innenzarge werden 5 mm dicke Lamellen aus massivem Ahornholz übereinander gelegt, die anschließend auf speziellen Biegeformen ihre Form erhalten.
Das Traggerüst des Flügels wird ausgehend von der Innenzarge gebaut: Frontseitig wird ein Querbalken angebracht, auf den ein Metallgelenk montiert wird. In dieses Gelenk werden anschließend die Verstärkungsstäbe eingesetzt, die die verschiedenen Punkte der Zarge miteinander verbinden.
Für den Resonanzboden werden verschiedene, mit der Technik des Radialschnitts erhaltene Bretter aus Rotfichtenholz miteinander verleimt.
Diese Bretter, die eine Breite von 8 bis 12 cm, eine Stärke von 1 cm und unterschiedliche Länge aufweisen, werden zunächst einem sehr strengen Auswahlverfahren unterzogen und dann passend von erfahrenen Fazioli-Technikern ausgesucht und nebeneinander gesetzt.
Vor den weiteren Bearbeitungsphasen wird der Resonanzboden zu den Rändern hin verjüngt, um seine Beweglichkeit zu verbessern.
Der Resonanzboden ist jetzt ein sehr biegsamer Körper. Zu seiner Verstärkung werden senkrecht zur Maserung kleine Stäbe aus Rotfichtenholz, die sog. Rippen, aufgeleimt.
Nach der Aufleimung der Rippen schreibt der Bearbeitungsprozess von Fazioli vor, dass die Wölbung des Resonanzbodens an jeder Rippe sowohl vor als auch nach der Verleimung am Holzgerüst sorgfältig gemessen wird, um die rigorose Einhaltung der Planungsparameter zu überprüfen.
Nach der Aufleimung auf dem Resonanzboden werden die Rippenenden zu einem speziellen Profil verjüngt: Der Resonanzboden erhält dadurch eine höhere und kontrollierte Elastizität, die in einer verbesserten Akustik zum Ausdruck kommt.
Die Aufleimung der beiden Stege auf den Resonanzboden erfolgt simultan mit Hilfe einer Spezialpresse, die sie auf einer entsprechenden Form zusammendrückt und dadurch dem Boden eine "Doppel-Wölbung" verleiht.
