Grand and Concert Pianos

Fazioli

Modell F212

 

Klassische Größe für professionelle und Lehrzwecke. Auch für kleine bis mittlere Konzertsäle geeignet. Ausgezeichnete Ausgeglichenheit in allen Tonlagen und das breite dynamische Spektrum machen aus ihm ein besonders für Aufnahmesäle geeignetes Instrument.

 

 

Maße

980 mm
1530 mm
2120 mm

Schwarze Tasten

Ebenholz

Gewicht

390 Kg

Weiße Tasten

Rutschfester und spiegelungsfreier Verbundwerkstoff

Resonanzboden

Rotfichte aus dem Fleimstal

Pedale

Forte, Tonhaltepedal, Verschiebungspedal (una corda)

Klaviatur, Mechanik (Renner) und Hammerwerk

Gemäß den technischen Fazioli-Spezifikationen hergestellt

Ausführung

Schwarz glänzende brillante gebürstete Polyesterlackierung, oder andere nach Wahl 

 

 

GEHÄUSE

Das Gehäuse besteht aus zwei Zargentypen; der innere, tiefere, der aus verschiedenen übereinander liegenden Schichten Buchenholz gefertigt ist, und der äußere, höhere, der aus verschiedenen Schichten Mahagoniholz gefertigt ist. Beide Zargen werden von Hand gebogen, indem, mit Hilfe einer Gegenform und speziellen Klammern, ein Satz anfangs geradliniger Holzschichten, zwischen denen sich eine dünne Leimschicht befindet, an die Biegeform geschmiegt wird. Es handelt sich um eine sehr schwierige und aufwendige Arbeit, die besonderes Geschick und Schnelligkeit seitens der ausführenden Arbeitskräfte verlangt. Zusammen mit der nicht unter vier Tagen liegenden Formungszeit gewährleistet dieses Konstruktionssystem ein ausgezeichnetes Ergebnis.

 

 

RAST

Die innere Zarge wird für den Bau der Rast des Instruments verwendet, die gemäß unserer Philosophie besonders solide und vor allem stabil sein muss. Aus diesem Grund werden verschiedene Holzarten, wie Lärche, Ahorn, Fichte und Buche für die unterschiedlichen Teile der Rast verwendet, und untereinander gemischt oder verbunden, damit jeder Bestandteil kontrastreich arbeitet und jede noch so geringe Maßveränderung vermieden wird.

 

 

RESONANZBODEN

Für die Herstellung des Resonanzbodens wird Rotfichtenholz aus dem Fleimstal, eine Gebirgsgegend in den östlichen Alpen Italiens, verwendet. Die Eigenschaften dieses Holzes, die es zu einem besonders geeigneten Holz für die Herstellung von Resonanzmembranen machen, sind:

 

  • hohes Elastizitätsmodul (Biegefestigkeit)
  • niedriges spezifisches Gewicht
  • absolute Gleichmäßigkeit und Linearität der Maserung

 

Man gewinnt ihn, indem man lediglich aus Viertelstämmen gesägte Fichtenholzbretter mit einer Breite von 8 bis 12 cm und einer Stärke von zirka 10 mm miteinander verleimt.

Bevor sie verwendet werden, lagern die Resonanzböden mindestens zwei Jahre in einem klimatisierten Raum. Der Resonanzboden wird zu den Rändern hin verjüngt, während er in der Mitte eine Stärke von 9 bis 6 mm aufweist. Die Rippen (Verstärkungen des Resonanzbodens), sind ebenfalls aus Rotfichtenholz und werden auf Biegung geprüft bevor sie auf den Resonanzboden geleimt werden, um eine bestmögliche Einheitlichkeit der mechanischen Eigenschaften zu gewährleisten.

 

 

DOPPEL-WÖLBUNG DES RESONANZBODENS

Durch ein entsprechendes Leimen der Rippen und der Stege, entsteht die "Doppel-Wölbung" des Resonanzbodens. Wenn man ihn vor dem Verleimen mit der Rast betrachtet, bemerkt man eine Konvexität in Richtung der Rippen und der Stege, welche die Oberfläche einer Kalotte simuliert.

 

 

DER STEG

Er ist ein kurvenförmiges Element, das aus 5 mm starken, abwechselnd aus Ahorn- und Mahagoniholz gefertigten Lamellen zusammengesetzt ist. Obenauf wird eine von Stelle zu Stelle unterschiedliche Holzschicht aufgeleimt: Ahornholz für die tiefen und mittleren Töne, Hainbuchenholz für die mittel-hohen und Buchsbaumholz für die hohen Töne. Das Konzept sieht vor, die Härte des Holzes mit der Steigerung der Frequenzen der Saiten, die über den Steg laufen, zu verstärken. Die Oberseite des Stegs wird von fachmännischer Hand eingeschnitzt; die Kerbe an der Stelle, über welche die Saite hinwegläuft wird vertikal ausgeführt, um den Saiten eine größere Vibrationsfreiheit zu lassen.

 

 

STIMMSTOCK

Er wird aus einer 32 mm starken Mehrschichtplatte gewonnen, die aus 21 dünnen, mit Phenolleim und Pressdruck miteinander verleimten Lagen Buchenholz besteht. Es handelt sich um ein praktisch unzerstörbares Halbfabrikat, in dessen Innerem technisch gesehen keine eventuellen Risse auftreten können, die das Andauern der Stimmung beeinträchtigen könnten.

 

 

LÄNGE DER SAITEN

Die Länge der Saiten und der entsprechende Durchmesser beeinflussen insbesondere die Gesamtqualität des Klanges und seine Homogenität. Sie sind durch eine Software bemessen worden, welche die einzelnen physikalischen Größen, die bei den Saiten ins Spiel kommen, wie: Beanspruchungen, Spannungen, prozentuelle Auslastung und Inharmonizität, in Abhängigkeit von der Flügellänge überprüft und optimiert.

 

 

DAS "DUPLEX-SKALA" SYSTEM

Das System der vorderen und hinteren klingenden Saitenlängen im Bereich der mittel-hohen und hohen Töne wird als "Duplex-Skala" bezeichnet. Es ist gänzlich regulierbar. In der Tat ist der Kapodaster (Plattenstrebe, der Punkt an dem der klingende Teil der Saitenlänge im Bereich der mittel-hohen und hohen Töne beginnt) aus Bronze unabhängig und liegt auf der Basis der Stangen des Gussrahmens auf und kann, falls erforderlich, verschoben werden. Entsprechend kann auch der vordere und hintere Anteil der klingenden Saitenlängen wenn nötig verändert werden, da die entsprechenden Streben und Plattenstege, die ihre Länge begrenzen, auf einer Edelstahlplatte aufliegen und verschoben werden können.

 

 

GUSSRAHMEN

Er ist ein grundlegender Bestandteil des Flügels, da er die Beanspruchung aushalten muss, die von den gesamten gespannten Saiten ausgeht und, je nach Modell, 18 bis 21 Tonnen beträgt. Aus diesem Grund ist er mit großer Sorgfalt bemessen worden, indem die kritischen, stark beanspruchten Stellen besonders aufmerksam überprüft wurden. Die Herstellung erfolgt mit Sandguss; dabei handelt es sich um ein traditionelles Verfahren, dass akustisch bessere Ergebnisse erzielt als die automatisierten Güsse und von den ausführenden Arbeitskräften beträchtliches Geschick und Erfahrung erfordert.

 

 

STUHLRAHMEN

Er besteht aus zwei seitlichen, mit Lärchenholzstäben verbundenen Blöcken aus massivem, getrocknetem Buchenholz. Diese Konstruktion ist entwickelt worden, um eine ausgezeichnete Stabilität und Ebenmäßigkeit zu erreichen. Im mittleren Bereich des Bodens, wo die Regulierungsnieten des Querträgers der Klaviatur aufliegen, sind Teflonscheiben eingesetzt worden, die die Reibung Klaviatur-Boden verringern, wenn sich beim betätigen "des linken Pedals" die gesamte Mechanik nach rechts verschiebt.

 

 

SPIELWERK

Mechanik, Hammerwerk und Klaviatur, die das Spielwerk bilden, werden nach unseren speziellen Konstruktionsanweisungen von Herstellern gefertigt, die wir unter den besten ausgewählten haben:

 

  • Renner (Mechanik - Hammerwerk)
  • Kluge (Klaviatur)

 

Die Hammerstiele werden aus Weißbuchenholz, ein sehr hartes, aber nicht besonders schweres Holz, hergestellt und haben von den tiefen zu den hohen Tönen hin kleiner werdende Querschnitte. Die Tragschenkel der Mechanik, ebenfalls aus Weißbuchenholz, sind Hertz-Tragschenkel, d.h. sie haben eine doppelte Feder und Repetierschenkel, deren Profil nach unseren Spezifikationen gefertigt wird.

 

 

KLAVIATUR

Die Stäbe des Klaviaturrahmens sind aus Eichenholz gefertigt; der vordere Stab ist leicht konkav, um ein perfektes Haften an der Auflage zu ermöglichen, die auf der entsprechenden Höhe leicht konvex ist. Die Querträger sind aus Fichtenholz gefertigt; auf diese Weise ist der Klaviaturrahmen flexibler und haftet einfacher an der Auflage der Mechanik. Die Tasten aus Fichtenholz haben auf der Oberseite eine Verstärkung aus Ahornholz; sowohl die Pilote als auch der Fänger werden auf Buchenholzeinsätze im hinteren Teil der Taste aufgeschraubt; wären sie direkt auf das Fichtenholz der Taste, welches ein weiches Holz ist, aufgeschraubt, wäre ein einwandfreies Funktionieren im Laufe der Zeit nicht gewährleistet. Die Eichung der Widerstandskraft der Taste geht von 52 g bei den tiefen Tönen bis zu 48 g bei den hohen Tönen. Dazu werden Gewichte entsprechend an den Seiten der Tasten angebracht. Die weißen Tasten sind mit einem aus natürlichen und synthetischen Verbindungen bestehendem Material überzogen, das rutschfest und spiegelfrei ist und sehr dem Elfenbein ähnelt. Die schwarzen Tasten sind aus Ebenholz.

 

 

HÄMMER

Die Hämmer werden von der Firma Abel nach unseren Spezifikationen gefertigt; vor allem ist der Hammerkern aus Nussbaumholz, das recht leicht ist und gleichzeitig eine gute Druckfestigkeit besitzt. Die Filzqualität wird sorgfältig ausgewählt, um ein Höchstmaß an Leistung und Elastizität zu erzielen, ohne irgendeine Imprägnierflüssigkeit zu verwenden.

 

 

POLYESTER

Es wird ein Polyester bester Qualität verwendet, den spezialisierte Firmen eigens für unsere Zwecke herstellen. Für den Auftrag des Polyesters ist eine Lackierkabine mit einem Luftfilter- und Luftaufarbeitungssystem und einem Belüftungssystem eingerichtet worden, welches verhindert, dass die Arbeitskraft auch nur den kleinsten Lackpartikel einatmet. Die Schleifung der Teile wird vorwiegend von Hand ausgeführt. Das Bürsten wird mit eigens dafür bestimmten Maschinen ausgeführt, aber die abschließende Endpolierung der Teile wird von Hand vorgenommen.

 

 

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