Die Idee, in Italien den Entwurf und die Herstellung einer neuen Serie professioneller Flügel und Konzertflügel ins Leben zu rufen, geht auf das Ende der siebziger Jahre zurück, als sich ein Team aus Akustik-Physikern, Holztechnikern, Klavierbauern und Pianisten um den Gründer des Unternehmens, Paolo Fazioli, versammelt, der selbst Pianist und Ingenieur ist. Das Team will auf kritische Weise die aktuelle "Lage der Kunst" auf dem Gebiet der Flügelherstellung analysieren und Pläne für die Herstellung eines neuen Flügels definieren. Die springenden Punkte, welche die Philosophie des neuen Unternehmens ausmachen werden, sind:
Im Juni 1980 wird der Prototyp des Modells F183 (Länge 183 cm) hergestellt und noch vor Ende desselben Jahres folgen die Prototypen der Modelle F156 (Länge 156 cm), F228 (Länge 228 cm) und F278 (Länge 278 cm). Im Januar 1981 wird die Fazioli Pianoforti GmbH gegründet. Im selben Monat werden die Prototypen in einer Vorschau im "Circolo della Stampa" in Mailand dem Publikum vorgestellt. Vortragende der Vorführung sind:
Auf der Musikmesse in Frankfurt, im Februar desselben Jahres, werden die selben vier Prototypen (F156, F183, F228, F278) auf internationaler Ebene vorgestellt. Das ungewohnte Erscheinen eines neuen Herstellers qualitativ hochwertiger Flügel, noch dazu ein italienischer und mit italienischem Markenzeichen, löst ein unglaubliches Interesse aus und stellt in den folgenden Jahren die große Neuigkeit der Branche dar. Im Oktober 1982 beginnt die Beziehung mit dem Musikhaus "Piano Fischer" in Stuttgart, die noch heute mit Erfolg andauert und die Marke Fazioli beginnt auf dem deutschen Markt und im deutschen Musikleben Fuß zu fassen. 1983 wird das Modell F278 n. 60 an das Stadttheater Monfalcone verkauft, das zahlreiche bedeutende Konzerte fördert. Die bedeutendsten Namen der Pianistenwelt - Martha Argerich, Vladimir Ashkenazy, Aldo Ciccolini, Lazar Berman, Nikita Magaloff, Annie Fischer, Louis Lortie und viele andere - haben so die Gelegenheit Fazioli-Flügel kennen und schätzen zu lernen. 1984 verwendet Aldo Ciccolini das erste mal einen Fazioli-Flügel für eines seiner Konzerte am "Teatro alla Scala" in Mailand. In Lausanne, am "Theatre de l'Octogone", treten auch Alfred Brendel, Martha Argerich und Michael Beroff an einem Konzertflügel auf: es handelt sich um das Modell n. 80, das dazu bestimmt sein sollte, durch die auf seinem Gussrahmen von vielen berühmten Pianisten hinterlassenen Autogramme berühmt zu werden. 1985 wählt Alfred Brendel einen Fazioli-Flügel für seine Konzerte an der Mailänder Scala und in Kopenhagen. Das Jahr 1987 ist reich an Ereignissen...
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