Für die Herstellung des Resonanzbodens wird Rotfichtenholz aus dem Fleimstal, eine Gebirgsgegend in den östlichen Alpen Italiens, verwendet. Die Eigenschaften dieses Holzes, die es zu einem besonders geeigneten Holz für die Herstellung von Resonanzmembranen machen, sind:
- hohe Biegefestigkeit
- niedriges spezifisches Gewicht
- absolute Gleichmäßigkeit und Linearität der Maserung (Abstand 0,5 - 1 mm)
Man gewinnt ihn, indem man lediglich aus dem Viertelholz geschnittene Fichtenholzbretter mit einer Breite von 8 bis 12 cm und einer Stärke von zirka 10 mm miteinander verleimt.
Bevor sie verwendet werden, lagern die Resonanzböden mindestens zwei Jahre in einem klimatisierten Raum. Während der Resonanzboden in der Mitte eine Stärke von 9 bis 6 mm aufweist, wird er zu den Rändern hin verjüngt, um seine Beweglichkeit zu verbessern und so die Tragfähigkeit des Klangs zu steigern. Die Rippen (Verstärkungen des Resonanzbodens), sind ebenfalls aus Rotfichtenholz und werden auf Biegung geprüft bevor sie auf den Resonanzboden geleimt werden, um eine bestmögliche Einheitlichkeit der mechanischen Eigenschaften zu gewährleisten.
Durch ein entsprechendes Leimen der Rippen und der Stege, entsteht die "Doppel-Wölbung" des Resonanzbodens, die für seine Stabilität und Effizienz grundlegend ist. Wenn man ihn vor dem Verleimen mit der Rast betrachtet, bemerkt man eine Konvexität in Richtung der Rippen und der Stege, welche die Oberfläche einer Kalotte simuliert. |